Wir treffen uns jeden ersten Dienstag des Monats im Rathaus der Stadt Norderstedt
Die Vorträge finden im Kulturträgerraum K 130/131 statt
(Die K-Räume liegen im 1. OG hinter den Tagungsräumen)

Die Vorträge beginnen jeweils um 20.00 Uhr.
Gäste sind herzlich willkommen und dürfen sich mit 4,- € an den Kosten beteiligen.

 
09.01.2018
Gruppenabend, Thema: Silur, Beginn: 19.30 Uhr. Bitte Fundstücke mitbringen!

06.02.2018

Prof. Dr. F. Thiedig, Norderstedt

Island: Konstante und Wandel

Der Der Norderstedter Geologe Prof. Dr. Friedhelm Thiedig berichtet mit Bildern und eignem Erleben vom Werden und Wirken Islands, einer Insel auf dem Gipfel des längsten untermeerischen Gebirges der Erde. Hier driften die beiden Kontinente Europa und Nordamerika seit 200 Millionen Jahren zentimeterweise auseinander. Die Nachfahren der Wikinger entdeckten und besiedelten die Insel und den benachbarten nordamerikanischen Kontinent vor Columbus. Sie leben dort seit mehr als 1.000 Jahren mit Schafen und Pferden, aber auch mit Erdbeben, Geysiren und Vulkan-Ausbrüchen, mit Schnee und Eis und der Dunkelheit in den Wintermonaten und heute vom Fischfang und Tourismus.

Island

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: © Prof. F. Thiedig

 


06.03.2018

Dr. Frank Rudolph, Wankendorf

Jurageschiebe

Die einzelnen Erdzeitalter sind nicht gleichmäßig in den eiszeitlichen Geschieben vertreten. So findet sich Geschiebe aus dem Kambrium, Ordovizium und Silur vergleichbar häufig, wohingegen Geschiebe aus dem Jura nicht im gleichen Maße zu finden ist. Das liegt zum großen Teil daran, dass die meisten Ablagerungen aus Zeiten der Überflutung stammen und der Jura in Skandinavien und dem Baltikum, woher das eiszeitliche Geschiebe stammt, zu dieser Zeit hauptsächlich terrestrisch geprägt war. Dennoch findet man jurassisches Geschiebe an den Stränden der Ostsee und in Aufschlüssen der Norddeutschen Bundesländer. Dr. Frank Rudolf wird uns diesen Geschiebetyp und die darin enthaltenen Fossilien näher bringen.

   

 
03.04.2018
Gruppenabend, Thema: wird bekannt gegeben, Beginn: 19.30 Uhr. Bitte Fundstücke mitbringen!
 
 

08.05.2018
Prof. Dr. Gerhard Schmiedl, Institut für Geologie, Universität Hamburg

Profitierten die ersten Wale vom natürlichen Klimawandel?

Nach dem Aussterben der Dinosaurier und Fischsaurier am Ende der Kreide wurden zahlreiche ökologische Nischen frei, die in der Folgezeit durch zunehmend spezialisierte Säugetiere besetzt wurden. Ein markantes Beispiel hierfür sind die Wale, deren Evolution zudem eng mit der Klimaentwicklung der letzten etwa 50 Millionen Jahren verknüpft ist. Aus Fossilfunden weiß mein, dass die Vorläufer der Wale an Land lebende, primitive Huftiere waren, aus denen sich zunächst die ersten Zahnwale und dann später auch Bartenwale entwickelten. Bartenwale ernähren sich von Zooplankton, wie beispielsweise von Krill und sind damit auf nährstoffreiche Ozeane angewiesen. Ihre Entwicklung fällt mit der Ausbreitung von Plankton im Südozean zusammen, was wiederum mit der zunehmenden Vereisung der Antarktis in Zusammenhang gebracht wird. So dürften die frühen Wale von dieser einschneidenden globalen Klimaveränderung profitiert haben. Zeugnisse aus dieser Zeit finden sich beispielsweise östlich von Hamburg in Ablagerungen einer ehemaligen Bucht der Paläo-Nordsee, die offenbar gute Nahrungsbedingungen für Zahn- und Bartenwale bot.
Schmiedl2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

05.06.2018

Gruppenabend, Thema: wird bekannt gegeben, Beginn: 19.30 Uhr. Bitte Fundstücke mitbringen!


 
 

 
03.07.2018
Dr. Ulrich Kotthoff, Universität Hamburg

In Chitin und Seide: Die Entwicklungsgeschichte der Spinnentiere
 
Spinnentiere sind nicht unbedingt Sympathieträger. Sie üben jedoch gleichzeitig eine große Faszination aus, nicht zuletzt wegen der Gefährlichkeit einiger Skorpions- und Spinnenarten für den Menschen und der Fähigkeit einiger Gruppen, mit Hilfe von Spinnseide spektakuläre Netze und andere Konstruktionen zu bauen.
Im Vortrag wird die Evolution der Spinnentiere während der vergangenen rund 500 Millionen Jahre beleuchtet. Dabei werden nicht nur die weithin bekannten Webspinnen, Skorpione und Milben vorgestellt, sondern auch Gruppen, die ein verstecktes Leben führen oder heute sehr artenarm sind, zum Beispiel Kapuzenspinnen, Geißelskorpione und Walzenspinnen. Besonders eingegangen wird auf die winzigen Moosskorpione, die derzeit in einem Forschungsprojekt am Centrum für Naturkunde in Hamburg intensiv erforscht werden.
 

 
Sommerferien
 

04.09.2018
Gruppenabend, Thema: wird bekannt gegeben, Beginn: 19.30 Uhr. Bitte Fundstücke mitbringen!
 

02.10.2018
Ulli Münder, Lübeck

Paradoxiden von Järmtland

In der nordschwedischen Provinz Jämtland sind mittelkambrische Schichten am östlichen Gebirgsrand der skandinavischen Kaledoniden, die durch die Kollision von Nordamerika und Europa entstanden, aufgeschlossen. Die mittelkambrischen Schichten in Jämtland sind oftmals gut erhalten und bieten die Möglichkeit
hervorragender Fossilfunde, die teilweise auch wissenschaftliches Neuland darstellen. So geschehen fanden norddeutsche Fossiliensammler neue Trilobitenarten der Ordnung Paradoxida, die mittlerweile von einem britischschwedischen Forscherteam wissenschaftlich bearbeitet worden sind. Schweden, als Teil der baltischen Platte, befand sich im Kambrium (488 bis 542 Millionen Jahren), bedingt durch die Kontinentalverschiebung, im Bereich der südlichen Erdhalbkugel und driftete in dieser Ära in die Richtung des Südpols. Im Kambrium war das heutige Schweden, mitunter vom Meer zugehörig und liefert durch die erhaltenen Fossilien einen Einblick in das damalige, maritime Leben. Die ältesten Schichten des bekannten, mittleren Kambriums in Schweden gehören der Ölandicus-Stufe (ca. 507 Mio. Jahre) an, die zeitlich identisch mit den Ablagerungen der Stephen Formation, dem „heiligen Gral“ der Erdgeschichte, des kanadischen Burgess Shale ist. Heute können an jämtländischen Fundstellen wie Steinbrüche, Straßenanschnitte, Lesesteinhaufen oder natürlichen Aufschlüsse wie Flüsse oder Seeufer die Zeugnisse dieser längst vergangenen Zeit gefunden werden.


06.11.2018

Dr. Michael Merkel, Hamburg

Von der Steinzeit zum Mittelalter: Besiedlung entlang der Alster

 


04.12.2018
Gruppenabend: Beginn: 19.30 Uhr, Thema - wird bekannt gegeben, bitte Fundstücke mitbringen!