Programm des Jahres 2026
Wir treffen uns an folgenden Terminen um 19:00 Uhr im Rathaus der Stadt Norderstedt im Kulturträgerraum K 130/131.
(Die K-Räume liegen im 1. OG hinter den Tagungsräumen)
Gruppentermine: Bitte Fundstücke mitbringen! Gäste sind willkommen (kostenfrei und gerne mit Beteiligung).
Vorträge: Gäste sind herzlich willkommen und dürfen sich mit 5,- € an den Kosten beteiligen. Gäste bis zum 21. Lebensjahr dürfen die Vorträge kostenfrei besuchen.
15.01.2026
Gruppenabend
Bitte Fundstücke mitbringen! Gerne zum heutigen Motto "Zähne".
13.02.2026
Grünkohlessen (nach vorheriger Anmeldung)
19.02.2026
Michael Hesemann
Fossile Einzeller - die Welt der Foraminiferen

Bildquelle: © Michael Hesemann
Foraminiferen, es gibt rund 10.000 Arten, stellen eine Gruppe winzig kleiner Einzeller dar. Viele bilden Kalkschalen und sind deshalb auch versteinert gut erhalten. Die ältesten bekannten Fossilien von Foraminiferen wurden bereits im Kambrium gefunden und sind damit bereits rund 560 Millionen Jahre alt.
Ihre Vielfalt und Ästhetik sind beeindruckend. Besonders unter dem Mikroskop entfalten sie ihre volle Schönheit.
Der Hamburger Michael Hesemann wird uns in seinem Vortrag die Vielfalt von fossilen Foraminiferen und deren Entwicklung in geologischen Zeiträumen zeigen. Der Schwerpunkt wird dabei auf Mikrofossilien aus Gesteinsproben von der 150 Millionen Jahre alten süd-englischen Jurassic Coast liegen.
Michael Hesemann interessiert sich für Geowissenschaften und ist ein engagierter Hobby-Fotograf. Beides verbindet er in seiner Leidenschaft für Foraminiferen. Seine Sammlung fossiler Foraminiferen ist sinnvollerweise auch eine Fotodokumentation. Er ist Mitbegründer des nicht-kommerziellen Projekts Foraminifera.eu. Es handelt sich dabei um eine Datenbank, die im Internet einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich ist. Damit ist ein Zugriff auf über 15.000 Abbildungen möglich. Neben dem Projekt hat Michael Hesemann auch wissenschaftliche Artikel verfasst.
19.03.2026
Gruppenabend
16.04.2026
Gruppenabend
21.05.2026
Sebastian Mantei
Pflanzenreste im Geschiebe - Versteinerte Pflanzen aus Norddeutschland

Bildquelle: © Sebastian Mantei (links: Jura, Farn Coniopteris sp.; Miozän, Laubblätter) )
Gut erhaltene Pflanzenfossilien sind im norddeutschen Geschiebe relativ selten zu finden und dementsprechend spärlich in den Sammlungen vertreten. Für den Vortrag wurden zahlreiche neue wie historische Einzelstücke aus verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen zusammengetragen und ausgewertet. Dabei überraschen sowohl die Vielfalt als auch die Qualität dieser Funde und es wird deutlich, dass das norddeutsche Geschiebe in paläobotanischer Hinsicht weit mehr Potential bietet, als ihm allgemein zugetraut wird.
Sebastian Mantei hat seit seiner Kindheit eine umfangreiche Geschiebesammlung aufgebaut. Er ist aktiv in der Gesellschaft für Geschiebekunde, war dort einige Jahre Vorstandsmitglied und hat diverse Publikationen verfasst, vor allem zu Pflanzenresten in Geschieben.
18.06.2026
Gruppenabend
16.07.2026
Stefan Polkowsky
Geschiebe-Trilobiten aus Norddeutschland und Dänemark

Bildquelle: © Stefan Polkowsky (Orgmasaphus praetextus aus dem Ludibunduskalk)
Dreilappkrebse, auch Trilobiten genannt, kommen fast im gesamten Erdaltertum vor. Sie stellen eine vor rund 250 Millionen Jahren ausgestorbene Tierart dar. In Geschieben kann man sie finden, jedoch selten in guter Erhaltung. Umso größer ist dann die Freunde, wenn man auf ein schönes und gut erhaltenes Exemplar stößt.
Stefan Polkowsky hat den Blick für besondere Trilobitenfunde und konnte so in den vergangenen Jahrzehnten eine ansehnliche Sammlung zusammengetragen. Er präsentiert uns in seinem Vortrag Funde aus Dänischen- und Norddeutschen-Geschieben. Den Anfang machen dabei die ältesten Trilobiten aus dem Kambrium, gefolgt von der großen Vielfalt aus dem Ordovizium und anschließend die filigranen Exemplare aus dem Silur.
Zu Fundhäufigkeiten, Fundhinweisen und zur Präparation gibt Stefan Polkowsky gern Auskunft. Außerdem werden besondere Geschiebetrilobiten aus der Literatur und aus Internet-Recherchen vorgestellt.
Geschiebe-Trilobiten zum Bestimmen oder nur zum Bestaunen sind sehr willkommen. Vielleicht entdecken wir sogar Raritäten.
20.08.2026
Sommerpause
17.09.2026
Dr. Ulrich Kotthoff
Evolution der Blutsauger

Bildquelle: © Universität Hamburg / Museum der Natur Hamburg, Kontakt: Dr. Ulrich Kotthoff (Stechmücke in Bernstein)
Vor rund 540 Millionen Jahren begann die Entwicklung der Wirbeltiere. Eine Erfolgsgeschichte – denn heute stehen Wirbeltiere, an Land vor allem Säugetiere und Vögel, an den Spitzen der meisten Nahrungsketten. Daran gekoppelt ist jedoch auch die Evolution von Nutznießern, nämlich von Tieren, die sich von Blut ernähren. Darunter befinden sich hoch angepasste Formen wie Flöhe, Zecken oder Stechmücken, aber auch Tiere, denen man ihre blutige Ernährung gar nicht ansieht.
Wann, wie und, soweit möglich, wieso sich im Lauf der Erdgeschichte „Blutsauger“ entwickelt haben, stellt der Paläontologe Dr. Ulrich Kotthoff in seinem bilderreichen Vortrag vor.
Dr. Kotthoff ist Geowissenschaftler am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels. Er leitet am Standort Hamburg die Paläontologie und ist verantwortlich für den Ausstellungsbereich Paläontologie im Museum der Natur.
15.10.2026
Gruppenabend
19.11.2026
Ulrich Münder
Das Erdalterum Schwedens - Best Of (Teil 2)

Bildquelle: © Ulrich Münder (Carpocrinus simlex (PHILLIPS 1838))
Viele Fossilien, die wir in Norddeutschland finden können, haben ihren Ursprung in Schweden. Meistens stammen sie aus den unteren Schichten des Erdaltertums und gehören damit zu den ältesten Fossilien, die es auf der Erde gibt.
Ulrich Münder, der schon als Jugendlicher einen sensationellen fossilen Wal in der Nähe von Mölln entdeckte und danach erstrecht nicht mehr von den Fossilien lassen konnte, zeigt uns von seinen Exkursionen nach Schweden die schönsten Fossilien aus dem Kambrosilur. Das sind ausgestorbene Dreilappkrebse (Trilobiten), aber auch Schnecken, Kopffüßer, Seelilien, Muscheln, Korallen und Kuriositäten vom Feinsten. Fossilien wie sie jeder gerne finden möchte.
Ulrich Münder ergänzt mit diesem Vortrag voller Fotos und Hintergrundinformationen den Vortrag, von dem wir bereits im vergangenen Jahr den ersten Teil hören und sehen konnten. Auch ohne Kenntnis des ersten Teils ist dieser Vortrag verständlich gehalten und braucht keine besonderen Vorkenntnisse.
17.12.2026
Gruppenabend